Sandcut Beach – Vancouver Islands schönster Strand?!

4. April

Es ist Ostern. Zeit für einen Familienausflug. Wie gut dass das Wetter auch nicht von schlechten Eltern ist. Deshalb wird heute eines der letzten noch nicht gesehenen ganz besonderen Ziele angesteuert.

Anreise

66 km Anreise und über eine Stunde Fahrt, da es zumeist nur über eine kleine gewundene Straße geht. Nie fühlt sich die Fahrt lang an und eigentlich möchte ich danach immer noch ein Stück weiter fahren weil es einfach so toll ist. Berge, Meer, Wälder, Farmen – dieses Vancouver Island ist schon etwas ganz besonderes!

Am kleinen Parkplatz angekommen haben wir Glück, das gerade jemand weg fährt, denn der Großteil der Autos muss bereits auf dem Seitenstreifen parken.

Der Weg

Nahezu an jedem Wanderparkplatz gibt es eine Beschilderung. Etwas zur Flora und Fauna und natürlich eine Toilette. Ich werde nie darüber hinwegkommen warum das in Kanada, Australien und Neuseeland in jeder Wildnis möglich ist aber in Deutschland bekommt man es gar nicht gebacken oder nur mit nem Euro „Eintritt“. Armseliges Land!

Wir haben uns hier mit Freunden verabredet, die mit ihren zwei Kindern und dem kleinen Hund „Fern“ anrücken, den ich bis jetzt noch nicht kennen lernen durfte.

Zum Glück ist das hier nur eine super entspannte ca. 1 km lange Wanderung durch den Wald, immer bergab und dann noch mal 1 km am Strand entlang. Für Kind, Hund und mich genau richtig.

Die Sonnenstrahlen schieben sich durch den dichten Wald und beleuchten ein paar interessante Baumskulpturen.

Wir laufen einige Treppenstufen hinab und haben dann schon einen Oh und Ah würdigen Blick aufs Meer und die US Berge. Dieser Anblick wird einfach nie alt und langweilig. Dieser Anblick macht mir für immer Gänsehaut.

Der Wasserfall

Unten am Meer angekommen laufen wir nach links bis zu den Wasserfällen und ich bin begeistert. Ich hatte ja schon einige Fotos gesehen aber in echt sieht das einfach noch mal so viel toller aus. Ich bekomme erzählt, das jedes mal wenn man her kommt der Wasserfall anders aussieht, da sich die Höhe je nach Wind, Ebbe oder Flut ändert.

Der kleine Bach fließt also über den Wasserfall in den kleinen Tümpel, fließt dann aber nicht ins Meer weiter sondern verschwindet einfach, zumindest oberflächlich betrachtet.

Sehr faszinierend. Natürlich klettere ich und die Kinder wieder überall herum wo man herum klettern kann, während die Erwachsenen (nein ich werde mich da nie dazu zählen) sich an den steinigen Strand setzen.

Das ist ja einfach so herrlich hier und es stimmt mal wieder alles. So hatte ich das im Vorfeld visualisiert.

Die Bucht

Nachdem wir alles am Wasserfall erkundet haben, beschließen Frauen und Kinder noch ein Stück weiter in eine kleine Bucht zu laufen. Auch toll. Zwischen großen Felsblöcken hindurch geht es an den Strand, von wo aus man dann allerdings nicht mehr weiter kommt, da die Felsen zu groß werden.

Ich bestaune die vielen Seepocken und Muscheln die sich auf den Steinen angesammelt haben. Schon verrückt diese Natur.

Auch hier wird wieder überall, wo möglich, herumgeklettert und fröhlich fotografiert.

Wir laufen wieder zurück zu den anderen und verdrücken unsere selbstgemachte mitgebrachte Calzone und genießen das Leben als es auf einmal immer kälter und dunkler wird. Wir schießen noch ein paar letzte Fotos bevor es dann endgültig aus Gießkannen anfängt zu regnen.

Ich weiß nicht wer die Idee hatte bei Regen (bei dem von Anfang an klar ist, das es nur ein April Schauer ist) zum Auto zu laufen aber wir tun es jedenfalls, dabei hätte man sich so schön neben dem Wasserfall unterstellen können. Aber nein wir laufen 1 km bei strömendem Regen am Strand entlang und werden nass bis auf die Unterwäsche.

Als wir am Auto angekommen scheint mittlerweile wieder die Sonne durchs nasse Blatt (also gibt es balde wieder watt – zumindest laut Bauernregeln)

Jordan River

Ich frage noch mal höflich an ob wir einen kurzen Abstecher an den Strand vom 5 Minuten entfernten Jordan River machen können, denn als wir das letzte mal hier vorbei kamen auf unserer Reise zum Mystic Beach (guckst du hier) war hier alles voller Surfer und die mag ich doch so gern angucken. Leider heute keine Surfer, da Ebbe aber für ein kurzes Foto nehme ich mir dennoch die Zeit.

Rückfahrt

Und wieder geht’s über die gewundenen Waldstraße zurück nach Victoria wo es noch mehrere Male zwischendurch anfängt zu schauern. Die Bauern hatten also mal wieder Recht mit ihrer Regel.

Fazit

Ich fands toll und küre Sandcut Beach hiermit zum schönsten aufregendsten Strand auf Vancouver Island.

Dieser Ausblick auf die Berge, die super leichte schöne Waldwanderung und natürlich die kleinen Wasserfälle machen den wilden Westen Strand zu etwas ganz Besonderem!


Hinterlasse einen Kommentar