Hidden Gems Vancouver – Außergewöhnliche Orte Edition

3. Mai – 23. Mai 2021

Ich war 2017 schon mal für eine Woche in Vancouver und habe da gemacht was man als anständiger Tourist so macht, Stanley Park, Chinatown, Capilano Suspension Bridge Park, Grouse Mountain, Gastown usw.

Ich habe das alles bei herrlichstem Sommerwetter zum 150. Kanada Geburtstag gesehen, wo die Welt noch ein bisschen weniger Scheiße war, deshalb werde ich mir einiges davon nicht noch mal angucken und mich dafür eher auf die Außenseiter, die Geheimtipps, die Hidden Gems der Stadt konzentrieren.

Und ich muss sagen, Vancouver überrascht mich hier positiv. 2017 war ich nämlich gar nicht so begeistert von der Stadt, die immer so hoch gelobt wurde. Da habe ich mich zum Großteil aber auch nur Downtown aufgehalten und das ist wohl in keiner Großstadt eine gute Idee.

Deshalb habe ich dieses mal im Vorfeld etwas Rechereche betrieben und mir ein paar Orte ausgesucht, an die nicht gleich jeder denkt, wenn er an Vancouver denkt.

Kommt in den nächsten Blogposts mit mir mit auf eine kleine Entdeckungstour zu den schönsten und interessantesten Orten, Parks, Gärten oder Stränden die Vancouver so zu bieten hat.

Mountain View Cemetery

Mein erster Anlaufpunkt, da ich hier her von meiner Unterkunft aus laufen kann. Der Name der Location erklärt eigentlich schon alles was sie so besonders macht. Es ist ein Friedhof mit Aussicht in die Berge. Es ist tatsächlich Vancouvers einziger Friedhof, was ich irgendwie nicht so recht glauben kann, da mir die riesen Fläche irgendwie sehr leer erschien. Müsste eine Stadt mit 700.000 Einwohnern (das sind nur die die direkt in Van leben, nicht Greater Van, da sind es fast 3 Mio) nicht einen Friedhof haben der überläuft?!

Jedenfalls ist es wunderschön hier. Ich habe schon diverse Male erklärt warum ich Friedhöfe liebe, noch mal in kurz. Es ist herrlich ruhig, meist schön grün und alte Grabmale sind meist kleine Kunstwerke. Deshalb hab ich glaub ich schon jeden berühmten Friedhof der westlichen Welt besucht. Und das hier ist ein besonders schönes Exemplar wegen seiner Weitläufigkeit und dem Blick in die Berge.

UBC

Die Universität von Britisch Cloumbia hat wohl den größten Unicampus den ich je gesehen habe. Eine ganze Halbinsel wurde als Stadtteil der Uni gewidmed. Es gibt hier ein eigenes Krankenhaus, Supermärkte, einen botanischen Garten, Kino, Konzerthalle und für jeden Studentischen Geldbeutel eine Unterkunft also wenn man reicher Student ist, denn die UBC ist kein günstiges Unterfangen und wenn man sich so die schicken Wohntower anschaut, weiß man das hier wohl eher die oberen 10.000 der ganzen Welt studieren (also die die nicht in Harvard und Yale usw landen).

Im botanischen Garten der Uni gibt es einen Baumwipfelpfad aber darüber erzähle ich euch mehr in den nächsten Blogposts.

Außerdem gibt es hier die, meiner Meinung nach, herrlichsten Strände der Stadt (den einzigen Nacktbadestrand im übrigen) und den westlichsten Punkt Vancouvers aber dazu auch in einem späteren Blogpost mehr.

Auf dem Gelände gibt es auch noch ein paar alte Totempfähle zu besichtigen.

Weiterhin gibt es noch einen netten kleinen Rosengarten und ein paar schöne alt aussehende Gebäude, die auch schon als Filmkulisse herhalten durften aber auch dazu an anderer Stelle mehr.

Mein eigentlicher Grund durchs UBC Gelände zu stromern ist aber das Beaty Diversity Museeum, was zur Zeit geschlossen ist aber durch die Scheibe kann man sich ein 25 m langes Blauwal Skelett anschauen. Sowas von beeindruckend. Sieht man ja nun auch nicht alle Tage.Das 150 Tonnen schwere Skelett (oder vielleicht wäre auch das ganze Tier so schwer) hängt von der Decke des Museums.

Shipyards

Die Shipyards in North Vancouver, waren, wie schon der Name verrät, vor ein paar Jahren noch Werften. Also totales Industriegebiet. Inzwischen hat man hier eine Art Bürgerpark draus gemacht und dabei die alten Elemente mit einfließen lassen. Herzstück ist einer der alten Kräne, der in leuchtendem gelb gestrichen wurde und sämtliche Bänke und Stühle in diesem Bereich greifen das gelb wieder auf. Es gibt einen großen Wasserspielplatz, eine kleine Konzertmuscheln, eine Gallery und einige nette Restaurants. Das Ganze erinnert mich so sehr an Amsterdam oder Rotterdam, wo die alten Werften auch mit neuem Leben geschmückt werden.

Von hier hat man auch einen netten Blick auf Downtown und kann in der Markthalle nebenan so manche Leckerei einkaufen.

Hastings Mill Park

Neben Jericho Beach gibt es den schicken Yachtclub und daneben den Hastings Mill Park. Der Name rührt daher weil hier da älteste Gebäude Vancouvers, von 1865, steht, der Old Hastings Mill Store. Das Holzhaus was als eine Art Kaufmannsladen erbaut wurde, stand erst an der False Creek und sollte Mitte des 20. Jh den umfassenden Baumaßnahme hier zum Opfer fallen. Zur Rettung des historischen Gebäudes, wurde es auf ein Schiff verladen und hier her gebracht.

Heute dient es als kleines geschichtliches Museum. Und ich muss sagen, sie haben es nicht an die hässlichste Ecke in Vancouver gestellt, denn von hier hat man einen herrlichen Blick auf Stanley Park, das Meer und die Berge.

Fazit

Man kann in Vancouver durchaus auch Orte finden die etwas anders sind als die üblichen Hochhäuser und Wohnhäuser. Ich liebe es solche Orte zu erkunden, die normalerweise nicht im Fokus einer Städtereise stehen würden.

Im nächsten Teil wird es dann um die schönsten Gärten und Parks in Vancouver gehen.


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