Hidden Gems – North Vancouver Edition

3. Mai – 23. Mai 2021

Es gibt verdammt viele Regionalparks, Stadtteilparks und Gärten in Vancouver. Man könnte wahrscheinlich fast jeden Tag des Jahres einen anderen erkunden. In diesem Teil habe ich mal die Parks in North Vancouver unter die Lupe genommen.

Murdo Frazer Park

Der kleine Park ist an sich nichts allzu besonderes aber er hat ein besonderes Feature aber dazu gibt’s mehr in der Filmedition. Herzstück des Parks ist der kleine Teich, wo ich zum ersten Mal einheimische kanadische Süßwasserschildkröten entdeckt habe. Wusste gar nicht, dass das hier ein Ding ist, hab mich aber gefreut die kleinen Racker zu sehen.

Gleich nebenan gibt’s nen großen Tennisplatz und einen Spielplatz.

Für mich ging es dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite weiter zum

Capilano Regional Park

Der Capilano Suspension Bridge Park ist ja einer DER Attraktionen hier. Ich war da 2017 auch drin und fand es auch spaßig allerdings ist der Eintrittspreis krank (60$) und es ist immer extrem überfüllt und fühlt sich eher so nach Disneyland für Natur an. Die Hängebrücke und der Baumwipfelpfad sind ganz nett aber es wird halt auch sehr ausgeschlachtet. Es ist zur Zeit übrigens auch offen und sehr leer.

Der Park liegt aber am Capilano River und wenn man vorbei am Eingang des Parks geht und ca. 1km der Straße folgt, kommt man zum Eingang des Regionalparks und kann einige Wanderwege entlang des Flusscanyons erkunden. Ein sehr beeindruckender Ort. So richtig schöne wilde kanadische Natur. Allerdings muss ich sagen, geht mir der Arsch auch immer ein bisschen auf Grundeis wenn ich überall die ganzen Bärenwarnhinweise sehe. Wie wahrscheinlich ist das denn nun? Ich würde mich einmachen vor Angst wenn mir da einer aufm Wanderweg begegnet und man muss anders bei Bären handeln als bei Pumas und werde ich es im Ernstfall richtig machen?! Mir ist jedenfalls immer etwas mulmig wenn ich allein durch die Wildnis stromere.

Eigentlich gibt’s hier auch eine Lachsauszuchtsstation die man besichtigen kann und wo einem vers. Dinger erklärt werden aber die ist natürlich geschlossen. Schade.

An einem der Aussichtspunkte kommt einem schon eine feuchte kühle Brise ins Gesicht, denn man guckt auf den Ablauf vom Cleveland Dam. Ich hab vielleicht gestaunt. Ich hab noch nicht so viele Dämme in meinem Leben gesehen und definitiv keine die in so einer schönen Schlucht enden.

Ein Weg führt dann durch einen besonderen Wald wo Jahrhunderte alte Riesen Douglas Kiefern stehen. Die Größte ist 61 m hoch. Ein ganz schönes Gerät. (thats what she said :D)

Cleveland Dam

Oben am Damm angekommen hat man einen tollen Blick auf den Ablauf von oben. Und auf der anderen Seite aufs größte Trinkwasser Reservoir von Vancouver und dahinter den schneebedeckten Lions Berg. Was für eine Aussicht. Wow!

Lynn Canyon Park

Diesen Ausflug hätte ich ja fast nicht gemacht weil die Hängebrücke gerade wegen dem ganzen weltweiten Mist gesperrt ist. Und ich liebe doch Hängebrücken so sehr 😦 Dennoch bin ich so froh, dass ich mich am Ende doch entschlossen habe, die 1,5 h Busfahrt hier her in Kauf zu nehmen, denn es ist absolut Wow Wow Wow! Kanadische Natur wie aus dem Bilderbuch. Dichter bemooster Wals, Farne, die von der Sonne angeleuchtet werden, ein Trail der zumeist über Holzstege führt und neben allem immer der rauschende Lynn River.

Mein erster Anlaufpunkt hier, die 30 ft Pools. Überall hängen Schilder wie gefährlich der Fluss ist und wie viele Menschen hier schon ums Leben gekommen sind und wenn ich mir die tosenden Fluten so ansehe, verstehe ich auch gar nicht wie da überhaupt jemand auf die Idee kommt, da rein zu wollen. Dadurch, das die Hängebrücke gesperrt ist, ist alles etwas weiter, weil man halt nicht die Abkürzung nehmen kann und so bin ich eine volle Seite des Canyons abgewandert und das Stück von der Hängebrücke(hier ist der Start des Parks mit Parkplatz und Bushaltestelle) bis zu den 30 ft Pools. Am Ende des Tages um die 10 km. Die haben es hier allerdings besonders in sich, denn es geht auf und ab und auf und ab über Wege oder Treppen. Die 30 ft Pools sind mein persönliches Highlight im Park. Die Farbe vom Wasser und wie glasklar es ist, hat mich einfach nur umgehauen. Das grüne Wasser, das saftige grün der Bäume. Herrlich.

Ein weiteres Highlight ist die Tower Bridge mit den Twin Falls. Tolle Aussicht von der Brücke in den engeren Teil des Canyon hinein. Leider konnte ich die Twin Falls nicht so richtig sehen weil ich dazu dem Weg auf der anderen Seite des Flusses hätte folgen müssen.

Alles in allem eine herrliche Wanderung durch die schöne kanadische Natur, die ich absolut jedem empfehlen kann.

Fazit

Ich bin ein Fan der anderen Brückenseite. Alles am Fraserriver in Richtung USA ist ganz nett, kann man mal gesehen habe. Downtown, nun ja ihr kennt meine Meinung. Strände und Stanley Park toll ABER mein Herz schlägt für den nördlichen Teil von Vancouver, denn viel weniger Hochhäuser und dafür viel mehr echte Natur und dieses Kanadagefühl. Also falls ich jemals nach Vancouver ziehen müsste, würde es mich auf jeden Fall hier her ziehen.


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