3. Mai – 23. Mai 2021
Wer ist bitte nicht „in love“ mit Stränden. Ich bin es jedenfalls. Und da Kanada jetzt vielleicht nicht unbedingt als das Land der Traumstrände bekannt ist, möchte ich ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und habe DIE Strände Vancouvers besucht und ein Ranking nach meinen persönlichen Vorlieben erstellt.

Also wenn ihr Lust auf herrliche Bilder von Sonne, Strand und Meer habt, dann scrollt runter…
Nr. 6 Second Beach
Einer der 2 Hauptsrände vom Stanley Park. Generell ganz schön gelegen, weil im Stanley Park und es gibt nebenan auch ein öffentliches Schwimmbad aber so im Gesamten hat mich der Strand nicht unbedingt animiert dort länger verweilen zu wollen (vielleicht auch weil gerade Ebbe war).


Nr. 5 Sunset Beach
Wie der Name schon sagt, der perfekte Strand für den Sonnenuntergang. Ich war leider nachmittags da und kann die Tauglichkeit nicht so ganz einschätzen aber dennoch fand ich den Strand neben der Burrad Bridge sehr schön weil es eine große Liegewiese und Sandstrand gibt und das quasi am Rand von Downtown.




Nr. 4 English Bay
Auch ein Strand am Rand von Downtown der nicht nur mit feinem Sandstrand sondern auch noch mit einer tollen Aussicht auf Stanley Park und die Berge aufwarten kann. Ich habe mich hier jedenfalls sehr wohl gefühlt und ein paar Sonnenstunden genossen.


Nr. 3 Jericho Beach
Der Jericho Beach ist von den „Innenstadt-Stränden“ derjenige der am weitesten von Downtown entfernt in einer hübschen gehobenen Nachbarschaft liegt.


Der eigentliche Strand ist ein schöner breiter Sandstrand mit viel Platz. Dahinter gibt es eine Wiese mit Picknickmöglichkeiten und öffentliche Toiletten.


Der Ausblick ist große Klasse. Die Yachten vom Hafen nebenan, dahinter der Stanley Park und dann die Berge. Wunderschön, vor allem im sanften Abendlicht.

Nr. 2 Kitsilano Beach
Kits Beach wie er von den Locals genannt wird, wurde erst dieses Jahr als schönster Strand in Kanada gewählt. Und ich muss sagen nicht ganz zu unrecht. Super nah zur Innenstadt und leicht zu erreichen aber man hat das volle Panorama. Je nachdem wo man sich aufhält einmal auf Downtown und vom Strand aus auf die Berge und die fetten Cargoschiffe. Der Sand ist relativ fein und es genug Platz für all die zahlreichen Gäste. Ich war an einem warmen Samstag nachmittag dort und es war gut gefüllt. Eigentlich hasse ich ja gefüllte Strände mit vielen Menschen aber in der heutigen Zeit gibt es mir irgendwie so ein Gefühl von Normalität und das ist ja auch ganz schön.



Das besondere Feature hier ist sicher der Kits Pool, dessen Azurblaue Farbe jedes Foto verschönert. Außerdem gibt es nebenan einen Hundestrand und viele Wiesen, die zum Picknicken einladen. Mehrere Toilettenbereiche gibt’s auch um die vielen Besucher abzufangen. Ein sehr solider Stadtstrand für einen kurzweiligen Aufenthalt und Menschen gucken.


Nr 1. Wreck und Tower Beach
Ich sah auf der Karte den dezenten Hinweis „Kleidung ist kein Muss“ und dachte, na den Strand nehme ich mir mal genauer unter die Lupe.
Die beiden Strände liegen mehr oder weniger auf dem Unicampus. Von dort muss man über verdammt viele Stufen die Steilküste lang runter. Die Menschen die mir entgegen kamen schnieften jedenfalls alle aufm letzten Loch und ich bekam beim runter laufen langsam zittrige Knie. Ich bin die letzten Tage schon so viel rauf und runter gelaufen, dass meine Beine schon etwas schwach sind.
Auf den letzten Metern schallt mir schon lauter Bass und Stimmen entgegen. Wow, hier ist ja was los. Bisschen wie die light Version vom studentischen Springbreak. Ich wundere mich erst über die vielen bekleideten Menschen, sehe zwischendrin dann aber so einige attraktive unbekleidete Menschen. Also mit den deutschen Ostsee FKK Stränden hat das Publikum hier nichts gemein.

Ich bin ganz überwältigt wie toll das hier ist. Eine Seite des Strandes endet im Flussdelta vom Fraserriver. In diese Richtung hängen viele bunte Tücher und ich denke ich bin hier irgendwie im Hippieland. Dazu noch Sonne und Musik und ich fühle mich direkt wohl.

Um die lange Treppe zurück zu vermeiden, habe ich entschlossen immer weiter den Strand lang zu laufen und erst den Aufstieg am Tower Beach zu nehmen, weil das ein paar Stufen weniger sind, ich schnaufe aber am Ende genauso.
Der Weg vom Wreck zum Tower Beach führt am Point Grey vorbei, der westlichsten Stelle Vancouvers. Dieser Blick ist einfach atemberaubend. Man ist hier am herrlich warmen Strand und fühlt sich wie in Südostasien aber schaut gleichzeitig auf schneebedeckte Berge auf der anderen Seite – einmalig.


Auch der Blick die Steilküste lang hoch ist ganz spannend, denn besonders sicher sieht das hier nicht aus und am Strand liegen so einige Bäume die erst vor kurzem hier runter gerutscht sein müssen und einer sieht so aus als wenn es ihn beim nächsten Regen davon spülen würde. Naja so lange jetzt keiner runter kommt ist alles gut.


Ich setze mich ein bisschen auf die Steine und genieße die Aussicht Richtung Lighthouse Park bevor ich den Rückweg antrete.

Der Vibe, der feine Sandstrand am Wreck Beach, die vielen Studenten und vor allem der wahnsinnige Ausblick küren den Wreck Beach/Tower Beach zum schönsten und gleichzeitig most underrated Beach in Vancouver, denn ich hatte davor noch nie etwas von beiden gesehen oder gehört und wenn ich nicht auf der Karte diesen Nacktstrand Hinweis gesehen hätte (denn das hier ist der einzige FKK Stand in Vancouver), wäre ich vielleicht auch gar nicht hier runter gekommen.

Fazit
Auch wenn man das im Vorfeld von einer kanadischen Großstadt vielleicht nicht so erwartet aber Strände können sie. Ruhig oder Innenstadtnah aber alle mit tollen An- und Aussichten.
Ich habe jedenfalls jeden meiner Strandaufenthalte sehr genossen, denn das Meer und ich sind einfach zwei ganz besondere Freunde.
